Unsere Woche in England im März 2012

Am Sonntag früh, 18.03.2012 trafen sich alle Schüler und Lehrer, die an der Sprachreise teilnahmen, pünktlich um 6:30 Uhr an der Wendeschleife vor der Schule. Jeder war noch etwas unausgeschlafen, aber fröhlich und voller Vorfreude auf die bevorstehende Zeit.

Nachdem unsere Koffer, das Essen und die Getränke im Bus verstaut waren, starteten wir Punkt 7:00 Uhr. Die Fahrt war sehr amüsant, auch wenn sie insgesamt 16 Stunden dauerte. Sie führte uns über Frankfurt, Köln und Aachen an Brüssel vorbei bis nach Calais in Frank-reich. Auf einer großen Autofähre setzten wir dann über den Ärmelkanal nach Dover über. Von weitem konnten wir die weißen Kreidefelsen sehen – wir waren in England. Nach kurzer Zeit erreichten wir dann wieder mit dem Bus – Achtung: Linksverkehr! – Broadstairs, wo die Gasteltern schon auf uns und unser vieles Gepäck warteten. In den Gastfamilien wurden wir herzlich aufgenommen. Noch schnell die wichtigsten Regeln und die Essenszeiten bespro-chen – dann fielen wir todmüde ins Bett.

Am nächsten Morgen staunten z.B. Vanessa, Samantha und Katharina nicht schlecht, als sie aus der Haustür traten. Ihr Haus lag direkt an der Strandpromenade! Nicht nur, dass ihre Gastfamilie sehr freundlich war, auch das Essen schmeckte prima, ihr Zimmer war ganz modern und toll eingerichtet und sie hatten ihr eigenes Bad. Sandra und Belinda wohnten in einem großen Haus im viktorianischen Stil mit vielen Zimmern. Deshalb sind bei dieser Familie auch immer viele Schüler aus verschiedenen Ländern zu Gast. Das lustigste aber ist das Haustier der Familie: ein kleiner Affe!

Alle Schüler trafen sich am Montag vor der Kent School. Zusammen mit den anderen Neuankömmlingen aus Deutschland, Italien und Frankreich „durften“ wir nun einen Einstufungstest schreiben, damit wir in die entsprechenden Lerngruppen eingeteilt werden konnten. Wir hatten nun jeden Tag von 9:00 Uhr bis 12:15 Uhr Unterricht in kleinen Lerngruppen von je 12 Schülern. Die Lehrer der Kent School forderten uns z.B. durch Spiele auf, möglichst viel zu sprechen, wir lernten viele neue Wörter oder fassten den Inhalt von kurzen Filmen schriftlich zusammen. (Unsere Lehrer haben übrigens auch immer Unterricht, wenn sie wollen. Und man muss schon sagen – sie waren genauso fleißig wie wir!) In der Pause verteilten unsere Lehrer den Kuchen, den unsere Eltern für uns gebacken und mitgegeben hatten. Natürlich mussten wir die Kuchen gegenüber den anderen Schülern verteidigen, deren neidvollen Blicken kaum standzuhalten war. (Die Lehrer der Kent School wissen natürlich, dass die „Röthenbach Middleschool“ immer selbstgebackenen Kuchen dabei hat und „ganz zufällig“ kommen sie dann in der Pause an unserem Tisch vorbei. (Aber natürlich sind sie willkommen. Wir bieten ihnen ein Stück Kuchen an und freuen uns über das Lob über die köstlichen Kuchen, das wir hiermit gerne an die Eltern weitergeben).

Nach Unterrichtsschluss kauften wir uns mit unseren Vouchers in einem der zahlreichen Imbissläden – am liebsten bei „Sancho’s“ - etwas zu essen. Wir setzten uns auf eine Bank an der Promenade oder lagen am Strand und genossen den Imbiss, die Sonne, das Leben.

Um 14:00 Uhr ging es weiter mit einer Stadtralley, Bowling, einem Ausflug nach Canterbury, einem Spaziergang an der Küste entlang oder Beachvolleyball am Strand. Manche trauten sich sogar mit den Füßen ins Wasser, obwohl es sehr kalt war. Aber wir konnten gar nicht so schnell schauen, da sind Fabian und Minh-An schon in das 5 Grad kalte Wasser gesprungen und geschwommen.

Nach dem Abendessen in der Gastfamilie stand Folksongs, Disco oder Kino auf dem Programm. Das Tollste aber waren der Barn Dance mit Live Music und Karaoke. Beim Barn Dance World Cup sind wir heuer zum ersten Mal – und das mit beiden Gruppen – als Sieger hervorgegangen. Auch bei Karaoke hatten wir sehr viel Spaß, besonders als Herr Stock und unser Busfahrer Yves mit „I did it my way“ Frank Sinatra Konkurrenz machten.

Das Highlight war natürlich der Ausflug am Samstag nach London. Eine Gruppe fuhr mit dem Schiff von Greenwich zum Big Ben, die andere stieg an der London Bridge aus dem Bus aus und ging am Themseufer entlang über den größten „Food Market“ Londons mit all seinen Spezialitäten, vorbei am Shakespeare‘s Globe Theatre, der Millenium Bridge zum London Eye, amüsierten sich dort über die Straßenkünstler und konnten nach einer Sightseeingtour durch die Innenstadt Londons endlich die letzten Pfund in den angesagten Modeläden der Oxford Street ausgeben.  

Am Abend hieß es dann Koffer packen und ab ins Bett, damit wir rechtzeitig am Sonntag früh um 6:15 Uhr zur Abreise an der Vere Road sein konnten. Wir verabschiedeten uns herzlich von den Gastfamilien. Die Heimfahrt im Bus verkürzten wir uns mit DVDs. Je mehr wir uns Röthenbach näherten, desto aufgeregter wurden wir, unsere Eltern und unsere Freunde wieder zu sehen. Spät in der Nacht kamen wir dann in Röthenbach wieder an.

England war ein schönes Erlebnis – wir schlossen neue Freundschaften über die Klassen hinweg und der Zusammenhalt konnte größer nicht sein. Wir hatten eine tolle Woche und freuen uns schon auf nächstes Jahr! J

(Andreas M., Vanessa H., Samantha Sch., Laura V.-B., Lisa M., Philipp H., Nicoleta A.)       

      

   

Statistik

Beitragsaufrufe
716612
   

Suchen