Zum 10. Mal Coolrider – Ausbildung am Geschwister-Scholl-Platz

Rund 2000 Schüler sind morgens und mittags rund um den Geschwister-Scholl-Platz auf dem Schulweg. Die meisten von ihnen benutzen Busse oder die S-Bahn. Nicht immer geht das ohne Drängeln und Zeitdruck ab. Oft werden auch Gefahren unterschätzt und Streitereien untereinander oder auch Konflikte mit Erwachsenen bleiben nicht immer aus.

Das Fahrzeugbegleiter-Projekt „Coolrider“ soll helfen, die Sicherheit im öffentlichen Nahverkehr auf ein höheres Niveau zu bringen oder dort zu halten, wo dies schon erreicht ist. Zusätzlich soll es einen Beitrag zu mehr Sicherheit auf  dem Schulweg leisten.

Im Schul-Projekt geht es darum, dass Fahrzeugbegleiter auf dem täglichen Weg zur Schule in den öffentlichen Verkehrsmitteln und an den Haltestellen zum Beispiel Konflikte zwischen Schülern gewaltfrei lösen. Ihre Aufgabe besteht darin, sich bei möglichen Problemsituationen einzuschalten und durch entsprechende, im Training erlernte, Kommunikation Situationen zu bereinigen. Coolrider sind Ansprechpartner für Mitfahrende und erzeugen durch den erkennbaren Hinweis auf Fehlverhalten und Schwierigkeiten eine gewisse „Öffentlichkeit“. Die Mentalität des „Hinschauens“ statt der des „Wegschauens“ ist gefragt.

Auf ihre zukünftige Aufgabe werden die Fahrzeugbegleiter theoretisch und praktisch, in Rollenspielen, vorbereitet. Keinesfalls ist ihre Funktion als eine Art Hilfspolizist anzusehen. Vielmehr sollen die Fahrzeugbegleiter in erster Linie Vorbild sein. Ein Vorbild in punkto Zivilcourage und fairem Verhalten, das sie vorleben. Gerade heute ist dies mehr als wichtig. Viele Konflikte eskalieren erst gar nicht, wenn ein anderer – wie in diesem Fall die Fahrzeugbegleiter – auf die Situation aufmerksam macht. Durch das Ansprechen wird Fehlverhalten öffentlich gemacht, was den Konfliktverursachern zumeist peinlich ist.

Gerade Zivilcourage ist eine Tugend, die auch Erwachsene im täglichen Leben pflegen sollten. Hier können und sollen Fahrzeugbegleiter für Jüngere, Gleichaltrige, aber auch für Erwachsene Beispiel geben. Ihre Vorbildfunktion soll Zeichen setzen. Zeichen  des menschlichen Miteinanders in unserer Gesellschaft. Dieses Beispiel soll Schule machen. Dadurch werden alle für ein menschliches Miteinander und zum Hinschauen sensibilisiert, zum Nachahmen aufgefordert.

Dass sich Jugendliche für solche gesellschaftlichen Grundwerte einsetzen, verdient Lob und Anerkennung. Junge Menschen sind die Gesellschaft von morgen und ihr Verhalten prägt das gesellschaftliche und soziale Bild der Zukunft.

Die Grundsätze des Projektes Coolrider finden offene Ohren in den weiterführenden Schulen in Röthenbach. Die Geschwister-Scholl-Mittelschule und  die staatliche Realschule nahmen die Umsetzung wieder einmal gemeinsam  wahr. Die 10. Ausbildung wurde mit einer kleinen Feierstunde abgeschlossen. Die teilnehmenden Schüler aus den Klassen 7 und 8 absolvierten auch in diesem Schuljahr wieder 22 Trainingsstunden, fast ausschließlich in ihrer Freizeit. Ein Engagement, das am Ende jeweils mit der Aushändigung von Urkunden und viel Lob seine Bestätigung findet.

 

 

 

   

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