Heimat: Gelebte Migrationsstadt Röthenbach.

Eine Projektwoche an der Geschwister-Scholl-Mittelschule über die Vielfalt und das Miteinander in des „globalen Dorfes“ Röthenbach an der Pegnitz!

Am Donnerstag, 2. Oktober 2014, fand von 10 – 12 Uhr der offizielle Teil der Abschlussveranstaltung der Projekttage an der Geschwister-Scholl-Mittelschule (vom 29.09. bis 02.10.2014) statt.

Unter dem Thema „Gelebte Migrationsstadt Röthenbach“ führten an diesen Tagen Bürgerinnen und Bürger der Stadt Röthenbach, vor allem Eltern und Großeltern der Schülerinnen und Schüler der Geschwister-Scholl-Mittelschule mit den Kindern verschiedene Veranstaltungen durch – und teilten Ihre Lebens- und Herkunftsgeschichte mit den Kindern.

Denn: „Migration“ bedeutet für Röthenbach an der Pegnitz eine Stadtentwicklung von ursprünglich einer kleinen Siedlung mit einer Handvoll Einwohnern zu einer großen Gemeinschaft mit Menschen unterschiedlicher Wurzeln, Religionen, Kulturen und Geschichten, die gemeinsam die Zukunft kooperativ und kreativ gestalten.

Wir sind der Ansicht, dass die Idee einer globalen Gesellschaft, in der Menschen nicht nach Hautfarbe, Religion und anderen „Zugehörigkeiten“ sortiert und separiert werden, sondern aufgrund ihres individuellen persönlichen Charakters , Engagements und Fähigkeiten respektiert werden und integriert sind, mittlerweile nicht mehr nur eine Vision ist, sondern mehr und mehr als Realität bewusst wahrgenommen und gelebt wird.

Kindern und Jugendlichen das entsprechende (inter)kulturelles Wissen, Wertschätzung und Respekt für sich und andere in zu vermitteln, stellt einen wesentlichen Beitrag zur weiteren Realisierung dieser Vision dar.

Die Projekttage „Gelebte Migrationsstadt Röthenbach“ sollten hierzu beitragen.

An der Abschlussfeier wurde den Schülerinnen und Schüler eine Auswahl an Ergebnissen der Projekttage präsentiert. Wie sich an der Begeisterung der Kinder und aller Mitwirkenden gezeigt hat, konnten die Projekttage tatsächlich einen Beitrag zu dieser Vision leisten.

Von Japan bis Frankreich, von Finnland bis in die USA, Türkei, Argentinien und Polen – um nur einige Länder zu nennen – kaum zu glauben, aus all diesen Ländern stammen Menschen, die heute in Röthenbach leben und die unsere Stadt so vielfältig und bunt machen.

Menschen, die ihre Heimat verlassen oder verloren haben und hier eine neue Heimat gefunden haben, teilten ihre außergewöhnlichen (Lebens)Geschichten mit den Kindern. Es wurde erzählt, gekocht, geschrieben, Theater gespielt, Origami gefaltet, Musik gehört und Instrumente gebastelt, Tennis gespielt, Bogenschiessen veranstaltet und vieles vieles mehr. Privatpersonen, Vereine, wie „Team Jaguar“ oder der Bogenschützenverein Röthenbach, die Kolpingfamilie, Tilo Stockinger und Helmut Keller vom JUZ, die Jugendbeauftragte Eva Gottschalk, Diakon Martin Deinzer oder auch das Dehnberger Hoftheater – sie alle haben daran mitgewirkt.

Ob 6. oder 9. Klasse – durchweg lauschten die Kinder aufmerksam und machten begeistert mit. Dies zeigte sich bei der Abschlussveranstaltung mit knapp 300 Schülerinnen und Schülern und den Mitwirkenden, die die über 50 verschiedenen und vielfältigen Projekte angeboten und gemeinsam mit den Kindern realisiert haben. Ein Dankeschön an alle Beteiligten.

Mitreissender Höhepunkt der Abschlussfeier waren die Trommler von „argandona“, die 300 Trommeln mitgebracht hatten und eine knappe Stunde mit allen Kindern getrommelt und in verschiedenen Sprachen gesungen haben.

   

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